Liköre haben eine lange Historie, welche von Mythen und Legenden geprägt ist.

Um die Mythen und Legenden zusammenzufassen ist der Vergleich mit dem Zaubertrunk von Asterix und Oberlix interessant:
Er verleiht ungeahnte Kräfte, aber die Rezeptur ist in den meisten Fällen strengstens Geheim.

Dabei klingt die Definition von Likören nicht sehr vielsagend:
Liköre sind aromatische Spirituosen, die einen hohen fixen Anteil an Zucker aufweisen müssen (80-100 Gramm). Dabei soll die Spirituose eine Bitterkeit oder eine bittere Note aufweisen.

Der bekannteste Kräuterlikör, den man weltweit in sogut wie in jeder Bar antrifft ist Jägermeister. Jägermeister wird aus 56 geheimen Kräuter gemixt. Er hat dabei einen sehr süßlichen, mild-würzigen Geschmack. Charakteristisch sind Spuren von Zitrus, Ingwer, Sternanis, begleitet von einer angenehm bitteren Kräuternote.

Licor 43 ist ein italienischer Kräuerlikör, den angeblich bereits die Römer zur Spüren bekamen. In der Schlacht bei Cartagena sollen die iberischen Gegner sich mit einer ähnlichen Rezeptur den Kampfesmut angtrunken haben.
Er besteht aus 43 Kräuter, die eine kräftige Vanille-Kräuternote verströmen.

Fernet Branca wurde von einem italienischen Arzt in Mailand gegend die wütende Cholera im Jahre 1836 erfolgreich eingesetzt. Dabei schmeckt er überhaupt nicht nach Medizin. Er hat einen leicht süßen, mild minzigen Geschmack.

Ramazotti stammt ebenfalls aus Mailand (1815). Er ist ein Amari (Halbbitter) und schmeckt süß, würzig und verprüht eine harmonische Zitrusaroma.

Underberg ist ein Kräuerlikör, der aus Kräuter von 43 verschiedenen Ländern stammt. Hubert Underberg hatte den Grundsatz „Semper idem“. Dieser Grundsatz gilt heute noch und zielt auf die gleichbleibende Qualität und Geschmack ab.

0